Manuka Honig

Der Manuka Honig kommt aus den bergigen Regionen Neuseelands oder Südost-Australiens. Bereits seit Jahrtausenden sind die positiven Eigenschaften eines jeden Honigs, bedingt durch den Gehalt an Wasserstoffperoxid, bekannt. Das Wasserperoxid, welches dadurch entsteht, dass die Bienen das Enzym Glucose-Oxidase bei der Honigproduktion hinzufügen, ist leicht antiseptisch. Für die Maoris, die Ureinwohner Neuseelands, hat die Heilpflanze Manuka (Südseemyrte) schon immer eine große Bedeutung gehabt. Die Heilpflanze Manuka (Leptospermum scoparium) ist mit dem
australischen Teebaum verwandt. Die Blätter der Pflanze wurden von den Maoris zur Desinfektion sowie zur Heilung von Entzündungen und Wunden benutzt. Ein Tee, der aus den Blättern oder der Rinde hergestellt wurde, half bei Erkältungen, Infektionen und Blasenentzündungen.

Bienen sammeln den kostbaren Nektar des Manuka Baumes

Die Honigbienen holen sich den Nektar von den Blüten des Manuka Baums. Der Manuka Honig besitzt zusätzlich zum
Wasserstoffperoxid, den jeder Honig besitzt, noch das Methylglyoxal (MGO). Das Methylglyoxal hat eine antibakterielle Wirkung und das Methylglyoxal entsteht erst in der Honigwabe und ist nicht in der Blüte enthalten. Die Technische Universität Dresden und zwar das Institut für Lebensmittelchemie, hat die Konzentration des Methylglyoxal im Manuka Honig identifiziert und konnte auch nachweisen, dass der Manuka Honig eine antibakterielle Wirkung hat. Der Manuka Honig ist ein natürliches Antibiotikum und wirkt gegen viele Bakterienarten, sogar gegen solche Bakterienarten, die gegen Antibiotika resistent sind. Auf jedem Glas
Manuka Honig ist angegeben, wie hoch der Gehalt an Methylglyoxal (MGO) im Honig ist. Nur der Honig mit der MGO Bezeichnung ist ein echter Manuka Honig.

Klinische Studien haben die Wirkung des Manuka Honigs erforscht und er wird z.B. in einer Berliner Klinik zur Wundbehandlung eingesetzt. Speziell bei Brandwunden bewirkt der Honig, dass die Wunde besser und schneller heilt. Es bilden sich dadurch auch weniger Narben. Bereits im Jahr 2008 haben kanadische Forschungen die positive Wirkung des Honigs bei Rhinusitis und Sinusitis nachgewiesen. Den Spüllösungen der Nasenduschen wurde Manuka Honig beigemischt. Auch Infekte der Harnwege wurden erfolgreich mit Methylglyoxal behandelt. Bereits in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts haben einige Farmer aus Neuseeland den Manuka Honig ihren Kühen gegeben, damit sie robuster gegen Krankheiten wurden.